Manchmal hat das Leben andere Pläne

1 Jahr – 52 Wochen – 365 Tage später …

Mein halbes Leben arbeitete ich gegen mich, habe mich selbst gehasst und mich fertigmachen lassen. Ich habe zu gelassen, dass andere Menschen mir wehtun, indem sie mir, dass Gefühl gegeben haben, dass ich nichts wert bin. Das Leuchten in meinen Augen verschwand mit der Zeit… Es gab nur noch vereinzelte Momente, die toll waren und mir eine schöne Erinnerung bereitet haben.

Während die “Anderen” ein Leben aufbauten, träumte ich nur davon, wie meins hätte sein können. Immer mehr und mehr verlor ich den Bezug zur Realität und träumte, statt etwas dagegen zu tun. Ich lehnte mich selbst ab, verkroch mich und hatte Angst vor der Zukunft. Doch dass die Zukunft von der ich solche Angst hatte, niemals so eintreffen muss, begriff ich erst jetzt so richtig.

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Zu sehr hatte ich Angst vor Veränderung und vergaß, wie es ist, glücklich zu sein. Einsamkeit, negative Gefühle und depressive Stimmung wurden zum Alltag. Das Leben welches ich in der Kindheit erträumte aufzubauen, war und ist nie eingetreten. Stattdessen war ich damit beschäftigt, MICH selbst zu zerstören. Ich lebte damit ein Leben, welches ich nie so führen wollte …

“Wenn keiner an dich glaubt, dann tu du es wenigstens.” Tu es, und zwar mit ganzen Herzen. Kein Mensch der Welt kann dir wirklich helfen, wenn du nicht gewillt bist, dir helfen zu lassen. Leider musste ich es selbst auf einer Weise erfahren, die sehr schmerzhaft war.

Ich glaubte schon lange nicht mehr an mich. Mir wurde immer eingetrichtert, was ich zu machen habe und was am besten für mich wäre. Dabei war egal, ob ich damit auch leben könnte.

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Doch dann wurde ich letztes Jahr schwanger und erkannte zum ersten Mal die Narben, die ich meinen Körper und meiner Seele zugefügt habe. Als ich dann meinen kleinen Sohn in den Armen halten konnte und die ersten Tagen vergingen, merkte ich, ich muss was ändern! Mein Leben wollte ich so nicht mehr führen. Ich wollte mich selbst neu kennenlernen, mich lieben und schätzen lernen und eine gute Mutter werden.

Und genau deshalb möchte ich wieder bloggen. Mein Blog wird eine Art Tagebuch darstellen, welcher mir später die Entwicklung der letzten Jahre zeigen soll. Ich möchte mich daran erinnern, wo ich nie mehr hin möchte.

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