Während ich im Regen tanzte …

Ich war jung, denn ich war gerade erst 17 Jahre alt, als sich Schatten um meine Welt legten. Bis heute sind die Schatten mein täglicher Begleiter. Sie kommen und gehen, aber sie werden immer bleiben. Ich bin genauso wie ihr, eine ganz normale junge Frau, die versucht ihr Leben zu meistern. Früher dachte ich, man müsse beliebt sein, um viele Freunde zu haben. Heute dagegen denke ich anders.

Ich brauche nicht viele Freunde, um glücklich zu sein. Mir reichen 1-2 feste Freunde, mit denen ich über alles reden kann. Vor allem ist mir das Ehrliche am wichtigsten. Freunde, die nur etwas vorgaukeln, um besser im Licht zu stehen, brauche ich nicht. Davon hatte ich in der Vergangenheit genügend. Aber nun zu meiner Geschichte.

Selbst wenn alles zu scheitern droht,
so gebe nicht auf. Es gibt immer Hoffnung.

Ich rede nicht gern darüber, obwohl ich weiß, dass ich nicht die Einzige bin, die so etwas widerfahren ist. Manche von ihnen sind stark geworden, manche noch schwächer als vorher und ich stehe mittendrin. Mittendrin voller Selbsthass und Verzweiflung. Allein. Im Regen. Ohne Hoffnung. Das Gefühl, nicht geliebt zu werden. Hassliebe würde ich es bezeichnen. Ich mag mich und doch hasse ich mich.

Der eigene Freund versuchte seine eigene Welt gerade zu biegen, in dem er lügt, betrügt und heuchelt, wo er nur kann, um besser im Licht zu stehen. Naiv wie ich war, nahm ich ihn noch schützend in den Arm und glaubte an das Gute in der Welt.

Die Welt fängt plötzlich an zu wackeln. Was ist nur los, frage ich mich? Ich schließe meine Augen, um sie nach paar Sekunden wieder zu öffnen. Huch, wo bin ich? Was ist hier los? Erst dann merke ich, dass alles nur ein Traum war.

Ein Traum, der wirklich geschah …
Schau nicht weg … Mobbing kann jeden treffen!

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8 Kommentare

  • Mobbing ist grausam. Ich hatte es damals schon erlebt, auch meine Tochter und sowas zeichnet einem, ganz klar. Doch wir ziehen Beide das Positive aus dem Ganzen und hören zweimal auf unser Gefühl :) Man braucht auch nicht 100 Freunde, sondern welche, denen man vertrauen kann und die kann man meist an einer Hand abzählen^*

    • Danke Süße <3
      Ja, Mobbing ist grausam und wer das Gegenteil behauptet, hat keine Ahnung.
      Auch wenn diese Ereignisse schon ewig her sind, so werden sie mich nie ganz loslassen.
      Aber ich gebe nicht auf :-3

      Liebste Grüße <3

  • Wow, ohne viele Worte hast du so wahnsinnig viel ausgedrückt. Ich bin tief beeindruckt. Ich kann dir auch nur Mut zusprechen – nicht du bist das Problem, ganz im Gegenteil, es sind jene, die andere durch solche Aktionen abwerten müssen. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg dabei, dieses Trauma zu überwinden und dich wieder selbst lieben zu lernen.

    • Gänsehaut pur, danke für deinen lieben Kommentar.
      Es sind schon fast 11 Jahre vergangen, als der Spuck sein Ende nahm.
      Doch die Narben blieben bis heute. Es ist einfach unfassbar, was Menschen anrichten können.

      Danke für deine Zeilen :-3

  • Ich denke auch, besser weniger Freundschaften, dafür dann aber gute Freunde. Leider ist vieles sehr oberflächlich – viel zu schnell ist man manchmal mit der Bezeichnung “Freund”.

  • Ein sehr schöner Beitrag und ich wünsche dir viel Erfolg dabe, dass du das überwindest und hinter dir lässt. Ich finde es schon unglaublich stark, dass du darüber geschrieben hast und nun darüber reden kannst, da hast du doch einen wichtigen Schritt gemacht, weil du damit auch anderen Mut machst. Deine Erkenntnisse unterschreibe ich so: Es kommt nicht darauf an, wie groß ein Freundeskreis ist, sondern darauf, ob diese Menschen auch für einen da sind, wenn man schwere Zeiten durchmacht. Die Höhen kann jeder mit anderen meistern, aber wer auch bleibt, wenn es nicht so rund läuft, dass sind dann echte Freunde.

    Danke für dein liebes Kommentar Anja,
    ich kenne den Film, habe ihn aber noch nicht komplett gesehen, was sicherlich manch einen schockieren dürfte :D.