Schaut nicht weg! – Eine Rettungsgeschichte mit Happy End!?
Es gibt Situationen, die ich nur schwer nachvollziehen kann. Und das ist diesmal auch eine. Wir haben eine Katze in einem miserablen Zustand gefunden. Während alle anderen weiterliefen, blieben wir stehen. Für uns war klar: Wir können sie nicht ihrem Schicksal überlassen. Sie war sichtlich schwach und krank und brauchte Hilfe. Die Katze – oder besser gesagt der Kater – schrie geradezu nach Hilfe.
Es war ein wunderschöner roter Kater, der sehr zutraulich war. Vielleicht, weil er Hilfe suchte, vielleicht auch nicht. Vielleicht gehörte er früher einmal jemandem, wir wissen es nicht. Eines war jedoch klar: Er konnte nicht draußen bleiben! Jedenfalls nicht in diesem Zustand. Er brauchte Hilfe – Punkt! Keiner half, doch wir wurden aktiv.
Wir nahmen ihn mit zu uns nach Hause. Als wir dann nach Unterstützung bzw. einer Bleibe für ihn suchten, wollte auf einmal niemand zuständig sein. Egal, wo wir auch anriefen, niemand konnte uns helfen, also mussten wir ihn über Nacht bei uns behalten. Da es Samstag war, war sowieso nichts mehr geöffnet, auch nicht das Ordnungsamt. Denn normalerweise wären sie zuständig gewesen.

Am nächsten Tag bin ich zum Tierschutz gefahren. Die nette Frau erklärte mir, dass sie nicht zuständig seien, da ich sie nicht im Zuständigkeitsbereich gefunden habe. In Deutschland ist alles geregelt und daher war klar, dass ich mit dem Kater woanders hin musste.
Da die Frau vom Tierschutz mit dem Tierheim telefoniert hatte, erfuhren wir, dass das Tierheim für den Kater zuständig ist. Nachdem alles geklärt war, machte ich mich auf den Weg. Der Kater war ziemlich schwach, daher hoffte ich, dass er durchhält. Mit „schwach” meine ich wirklich schwach. Es sah absolut nicht gut um ihn aus. Ich hoffe wirklich sehr, dass man ihm helfen kann, wie auch immer diese Hilfe aussehen mag. Draußen hätte er es jedenfalls wahrscheinlich nicht länger überlebt und er hätte sich gequält. Er war total abgemagert, sichtlich krank und hatte riesigen Hunger. Zum Glück hatte ich Katzenfutter.
Ich weiß wirklich nicht, warum alle Passanten einfach weitergingen. Hat niemand gemerkt, wie schlecht es ihm ging? Vielleicht war es ihnen auch nicht wichtig genug. Wie auch immer, nun ist er im Tierheim, denn sie haben ihn direkt als Fundtier aufgenommen. Mit dem guten Gewissen, dass ihm geholfen wird, konnte ich dann wieder heimfahren.
Ob er durchkommt, weiß ich nicht. Er war wirklich schwach auf den Beinen.
Daher ein Appell an alle: Schaut nicht weg!
*Das Beitragsbild ist alt – Das ist nicht der beschriebene Kater.


