anjaliebt aka. LOVE Anja LOVE

Mein Weg zurück zu mir – Wie ich mich selbst reflektiere

6. September 2026

Kennt ihr das auch? Man hat diese eine Idee im Kopf – ein Bild, ein Gefühl oder ein Satz, aber sobald man versucht, es aufzuschreiben, wirkt es seltsam oder einfach nur öde. Man weiß genau, was man sagen will, aber weiß einfach nicht, wie. So geht es mir jedenfalls oft so.

Genau an diesem Punkt habe ich vor Kurzem etwas Neues ausprobiert und mich auf ein längeres Gespräch ( Kann man das wirklich so nennen? :D) mit künstlicher Intelligenz eingelassen. Ich habe der KI meine Gedanken hingeworfen, mit ihr hin- und hergeschrieben und einfach laufen lassen. Was sie am Ende daraus zusammengestellt hat, hat mich ehrlich gesagt ziemlich umgehauen: Sie hat das ganze Chaos in meinem Kopf nicht nur sortiert, sondern exakt auf den Punkt gebracht – so aufbereitet, dass ich selbst mit offenem Mund davor saß.

Nachtrag: Mein Artikel war eigentlich schon längst fertig, als ich den Text von Roman las. Genau dieser gab mir aber den letzten Anstoß, meinen eigenen Beitrag endlich online zu stellen. Genießt das Leben, so gut es geht – wir haben schließlich nur dieses eine.


📌 Über kleine Abenteuer, Selbstvertrauen, alte Stimmen im Kopf und den Mut, wieder mein eigenes Leben zu leben

Ich möchte mein Leben verändern. Nicht, weil mit mir etwas falsch ist, sondern weil ich merke, dass ich viel von meinem Leben nicht so lebe, wie ich es eigentlich möchte.

Ich neige zum Doomscrolling, obwohl es mich stresst. Ich esse zu viel Süßes und Ungesundes, bewege mich zu wenig und schiebe vieles auf. Ich weiß oft genau, was mir guttun würde – und tue es trotzdem zu wenig.

Lange habe ich mich dafür vielleicht als undiszipliniert gesehen.
Aber ich beginne zu verstehen, dass dahinter etwas Tieferes steckt.

📃 Was mir passiert ist

Vor fast 20 Jahren wurde ich gemobbt. Das Mobbing ist vorbei. Die Menschen von damals sind nicht mehr Teil meines Lebens. Aber die Wirkung ist geblieben.

Ich wurde klein gemacht und habe immer wieder erfahren, dass ich vieles nicht kann. Irgendwann habe ich angefangen, mich selbst klein zu machen.

Vielleicht brauche ich heute gar keine Menschen mehr, die mir sagen, dass ich etwas nicht kann.
Eine Stimme in meinem eigenen Kopf übernimmt das inzwischen manchmal.

Sie sagt Dinge wie:

„Das kannst du bestimmt nicht.“
„Andere können das besser.“
„Du wirst sowieso wieder scheitern.“
„Lass es lieber.“

Aber ich beginne zu verstehen:
Diese Stimme ist nicht unbedingt meine Wahrheit. Sie ist etwas, das ich irgendwann gelernt habe.

✍️ Was ich eigentlich möchte

Ich hatte schon früher Träume.
Ich träumte von einem Audi Cabrio. (🤣)
Von Kindern, obwohl ich damals sogar Angst vor einer Geburt hatte.
Ich wollte arbeiten und viel Geld verdienen.

Und noch etwas war mir wichtig:
Ich wollte Abenteuer erleben.
Dinge tun, vor denen ich Angst habe – und dadurch stärker werden.

Vielleicht ist dieser Teil von mir nie verschwunden.
Vielleicht war er nur sehr lange leise.

✨ Was ich heute über mich erkenne

Ich interessiere mich für Dinge.
Dann werde ich unsicher.
Dann möchte ich alles hinschmeißen.

Kurz danach kommt das Interesse wieder.
Dann wieder die Unsicherheit.
Ich muss deshalb nicht jedes Mal davon ausgehen, dass mein Interesse falsch war.
Interesse verpflichtet mich nicht – aber Unsicherheit muss auch nicht automatisch das Ende bedeuten.

Ich darf etwas ausprobieren, ohne sofort wissen zu müssen, ob ich darin gut bin.
Ich darf Anfänger sein.
Ich darf etwas ausprobieren und später feststellen, dass es doch nicht meins ist.

Das ist kein Scheitern.
Das ist Erfahrung.

💯 Ich möchte wieder lernen, mir selbst zu vertrauen

Ich lasse häufig andere für mich entscheiden.
Ich frage zuerst nach Meinungen und Hilfe, anstatt meine eigene Entscheidung zu treffen.

Vielleicht liegt auch darin ein Teil meiner alten Geschichte:
Wenn ich meinem eigenen Urteil nicht vertraue, ist es sicherer, jemand anderen entscheiden zu lassen.
Aber ich möchte das ändern.

Meine neue Regel darf sein:
Erst meine Meinung. Dann die Meinung der anderen.

Ich darf andere um Rat fragen.
Aber ich muss meine eigene Stimme dafür nicht abgeben.

Ich muss nicht immer die richtige Entscheidung treffen.
Ich muss lernen, darauf zu vertrauen, dass ich auch mit einer falschen Entscheidung klarkomme.

🔥 Ein kleiner Moment, der mir gezeigt hat, dass Veränderung möglich ist

Vor Kurzen habe ich etwas ganz Alltägliches alleine ausprobiert.
Eigentlich war es nichts Besonderes. Für andere wäre es wahrscheinlich einfach eine ganz normale Alltagssituation gewesen.
Aber für mich fühlte es sich plötzlich wie ein kleines Abenteuer an.

Ich musste selbst entscheiden, was ich machen möchte, habe es einfach ausprobiert – und hatte dabei richtig Freude.
Ich fühlte mich für einen Moment wie ein Kind, das etwas zum ersten Mal entdeckt.
Und genau dieser kleine Moment ist mir geblieben.

Denn er hat mir gezeigt:

Ich kann Dinge alleine ausprobieren.
Ich kann Entscheidungen treffen.
Ich kann etwas Neues machen, ohne vorher sicher sein zu müssen, dass ich es kann.
Und ich kann dabei sogar Freude empfinden.

Vielleicht brauchen Veränderungen manchmal gar keine großen Ereignisse.
Vielleicht sind es gerade diese kleinen Momente, in denen wir merken:

Da ist noch Lebensfreude in mir.
Sie war nie ganz weg.
Vielleicht war sie nur sehr lange leise.

❤️‍🔥 Ich muss mein Leben nicht auf einmal verändern

Ich brauche keinen perfekten Plan.

Ich muss nicht von heute auf morgen perfekt essen, täglich Sport machen, nicht mehr am Handy sein und mein komplettes Leben umkrempeln.

Ich möchte wieder kleine Erfahrungen sammeln:

Ich kann etwas ausprobieren.
Ich kann mich entscheiden.
Ich kann etwas nicht können und trotzdem anfangen.
Ich kann Angst haben und trotzdem handeln.
Ich kann schöne Momente selbst erschaffen.

Vielleicht besteht mein Weg zurück zu mehr Lebensfreude aus vielen kleinen Abenteuern.
Nicht aus einem riesigen Neustart.

💥 Meine neue Definition von Mut

Mut bedeutet nicht:
„Ich habe keine Angst.“

Mut bedeutet:
„Meine Angst darf mitkommen. Aber sie entscheidet nicht mehr für mich.“

Ich muss niemandem aus meiner Vergangenheit beweisen, dass ich gut genug bin.
Ich muss auch nicht plötzlich ein völlig anderer Mensch werden.
Ich möchte einfach anfangen, mein eigenes Leben zu leben.

⚡ Was ich mir selbst sagen möchte

Ich muss nicht mehr der Mensch sein, zu dem mich andere gemacht haben.
Ich darf der Mensch werden, der ich sein möchte.
Ich muss nicht alles können. Ich muss nur anfangen, mir selbst zu vertrauen.

Ich darf klein anfangen.
Ich darf Fehler machen.
Ich darf Anfänger sein.
Ich darf Entscheidungen selbst treffen.

Meine Angst darf mitkommen. Aber sie entscheidet nicht mehr für mich.
Und wenn ich wieder einen schlechten Tag habe, bedeutet das nicht, dass ich gescheitert bin.

Ich muss nicht auf Montag warten.
Ich kann beim nächsten kleinen Schritt wieder anfangen.

🗯️ Mein Satz für die nächsten Monate:

„Ich darf klein anfangen. Ich darf Fehler machen. Ich darf mir selbst vertrauen.“

Und vielleicht ist das Wichtigste von allem:
Mein Leben ist noch nicht vorbei.

Es gibt noch Dinge, die ich nicht erlebt habe.
Noch Abenteuer, die ich nicht gemacht habe.
Noch schöne Momente, die ich nicht kenne.
Und vielleicht darf ich jetzt langsam anfangen, sie zu suchen.

Schreibt mir gerne einen Kommentar. Ich freue mich über jeden Austausch mit euch! Ob Feedback, eigene Erfahrungen oder einfach nur ein kurzer Gruß – lasst es mich wissen.

8 Comments

  • Roman Jasiek

    »Mut bedeutet:
    „Meine Angst darf mitkommen. Aber sie entscheidet nicht mehr für mich.“«

    Das ist ein sehr schöner Satz. Ich habe auch diverse Dinge, die ich mit mir herumtrage und von denen ich sage, dass sie zwar da sind, aber nicht über mich bestimmen dürfen. Und das Ereignis von letztem Wochenende wird dazugehören. Ich freue mich übrigens, dass mich Dein Beitrag inspiriert hat. Ich freue mich immer, wenn aus Mist Gold wird. ☺️

    • Anja

      Hallo lieber Roman

      Manchmal zeigt uns as Leben erst durch schmerzhafte Erfahrungen, was wirklich zählt. Im ersten Moment fragt man sich: „Warum ich?“ Doch im Nachhinein erkennt man, dass genau dieses ungewollte Erlebnis einen auf den richtigen Weg gebracht hat.

      Ich wünsche dir weiterhin alles Gute 🙂

  • Sladjan

    Hi Anja!

    Ein sehr schön geschriebener Beitrag, der viel aus deinem Leben und deiner Gedankenwelt zeigt. Er gibt auch Hoffnung, dass Veränderung zum Positiven möglich ist und dass Fehler keineswegs Hindernisse sein müssen.

    Da ich seit einem halben Jahr eine ähnliche Phase durchlebe, kann ich dich absolut verstehen.

    Beste Grüße
    Sladjan

    • Anja

      Hallo Sladjan

      Danke dir 🙂 Ich habe auf meinem Weg zwar viele Pausen gehabt und viele Zweifel, aber langsam verstehe ich das Rückschritte nichts schlimmes sind. Ich muss einfach nur weiter gehen, Schritt für Schritt – in der Hoffnung, dass ich irgendwann zurückblicke und weiß, dass sich jeder einzelne Schritt gelohnt hat.

      Ich wünsche dir bei deinen Weg auch viel Kraft, Durchhaltevermögen und Zuversicht =)

  • Sari

    Weißt du was verrückt ist? Obwohl wir in jungen Jahren gemobbt wurden, fanden wir dennoch einen Partner, gründeten eine Familie usw… irgendwie lief es ja doch. Und dennoch hat es Spuren hinterlassen, die uns ein Leben lang verunsichern und immer wieder zurück werfen werden.
    Es kommt mir leider so bekannt vor.
    Aber es steckt so viel Wahres und Motivierendes ind en Worten, die du da gefunden hast,

    Meine Schwester führt auch gerne Gespräche mit der KI. Vielleicht sollte ich das auch mal tun.

    • Anja

      Hallo Sari

      Das stimmt, dennoch sind wie du ja schon gesagt hast, Narben geblieben.
      Wir können jedoch stolz auf uns sein, das wir nie aufgegeben haben.

      Ich finde es tatsächlich interessant mal mit der KI zu schreiben.
      Es ist wirklich wahnsinn, was da manchmal so bei rauskommt.

  • Jenny

    Liebe Anja,
    die Glaubenssätze abzulegen sind oft nicht einfach, allerdings machst du schon tolle Schritte. Die Worte darf und kann bestärken und das Schöne ist das Ausprobieren und sich nicht entmutigen lassen. Du bist auf einem sehr guten Weg!
    Liebe Grüße!

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